Bericht von U.L.

21.05.2018 - 20:08

Stammdaten

Ort:
Husum
Bundesland:
Schleswig-Holstein
Jahrgang:
1978
Geschlecht

Erkrankung

Erstmanifestation:
2001
Jahr der Diagnose:
2008
EDSS (Tiefpunkt):
?
EDSS (21.05.2018):
?
Beschreibung des Verlaufs:
Sehnerventzündung, die nach einigen Monaten völlig ausheilte, sodass die Sehkraft wieder voll hergestellt war. Jahre später folgte eine Phase mit starkem Schwindel und Wärmeempfindungen und Kribbeln in den Beinen. Seit der Diagnose im Dezember 2008 bin ich schubfrei. Habe niemals Medikamente genommen. Manchmal erinnern mich Wärmeempfindungen in den Beinen daran, dass ich gut auf mich Acht geben soll. Die Diagnose liegt nun 9,5 Jahre zurück. Ich fühle mich fit, belastbar und lebensfroh.
Begleiterkrankungen:
keine

Kortison

Kortison-Anwendungen:
Ja
Anzahl der Hochdosis-Anwendungen:
1
Von (Jahr):
2008
Bis (Jahr):
2008
War die Anwendung hilfreich:
Nein.

Therapien

Teilnahme an Pharmatherapien:
Nein
Präparat 1:
-
Beginn der Therapie 1:
-
Ende der Therapie 1:
-
Präparat 2:
-
Beginn der Therapie 2:
-
Ende der Therapie 2:
-
Präparat 3:
-
Beginn der Therapie 3:
-
Ende der Therapie 3:
-
War die Pharmatherapie hilfreich:
-
Supplemente:
Sonstige/Andere:
-

Anmerkungen von U.L.

Ursache meiner MS:
Stress und ungute Lebenseinstellung (die Vorstellung, funktionieren zu müssen und die Verurteilung von Fehlern (eigene und die anderer), sich für unersetzlich halten).
Was hilft:
Mir hilft, dass mir meine Verletzlichkeit und meine Endlichkeit bewusst geworden sind. Umso mehr kann ich nun die schönen Seiten des Lebens genießen, denn die Zeit meines Lebens, die habe ich an jedem Tag, bis ich sterbe. Außerdem konnte ich mich glücklicherweise davon verabschieden, mir und anderen dauernd Vorwürfe zu machen. Dabei ist eine große Portion Humor hilfreich. Vieles löst sich von selbst, ich muss nicht dauernd kontrollieren, sondern lasse locker. Zudem kann ich mich inzwischen als Gestalter meines Lebens wahrnehmen. Kreativ tätig zu sein, ist ebenso ein heilsamer Aspekt wie eine gute Ernährung.
Was hilft nicht:
Perfektionismus, die Vorstellung alles kontrollieren zu können, von anderen unter Druck gesetzt werden, sich selbst unter Druck setzen.
Empfehlung:
Erprobe deine Maßnahmen: Was hilft und tut gut? Niemand kann dir sagen, welcher Weg für dich der richtige ist. Trotz der Diagnose entscheidest du über deinen Lebensweg und auch wenn man sich zuweilen verloren fühlt - von den Symptomen gebeutelt, gibt es immer noch weitere Möglichkeiten, die man probieren kann. Alle kleinen positiven Schritte machen dankbar, alle Ideen und Pläne für die Zukunft stimmen hoffnungsfroh. Und wenn die Stimmung ganz mies ist, ist völliges Durchhängen erlaubt - vielleicht sogar sinnvoll.