Bericht von K.P.

24.04.2015 - 23:12

Stammdaten

Ort:
Frankfurt am Main
Bundesland:
Hessen
Jahrgang:
1962
Geschlecht

Erkrankung

Erstmanifestation:
1982
Jahr der Diagnose:
1985
EDSS (Tiefpunkt):
EDSS (24.04.2015):
Beschreibung des Verlaufs:
Die ersten Schübe (beim 2. Schub wurde die MS diagnostiziert) verliefen am heftigsten, wie auch der 3. Schub (Sehnerventzündung) ein Jahr nach der Geburt meiner Tochter (sie ist heute 30 Jahre alt!). Anschließend gab es ca. 13 Jahre eine Pause, was ich auch auf eine intensive psychotherapeutische Behandlung zurückführe! Als die MS wieder mit alten Symptomen (Beeinträchtigungen beim Laufen, Schmerzen, Missempfindungen etc.) häufig kleine Schübe mit sich brachte, fing ich an mein Leben umzustellen (Arbeitsreduzierung, mehr innehalten und Rückzug, um mit den Kräften und Energien gut haushalten zu können; Klavierspiel; Auseinandersetzung mit der Krankheit etc.). Jetzt in den Wechseljahren hat sich meine Bewegungsfähigkeit wieder deutlich gebessert, ich gehe z.B. wieder Salsa tanzen, was lange nicht möglich war. Auch ein ganz wichtiger Stabilisierungsfaktor ist für mich das Klavierspielen!!; Habe großes Glück mit meinem Arbeitgeber, erfahre viel Unterstützung durch eine sehr gute SBV!
Begleiterkrankungen:
Nacken- und Kopfschmerzen, Probleme mit Wechseljahren, besonders im urologischen Bereich, leichte Neurodermitis.

Kortison

Kortison-Anwendungen:
Ja
Anzahl der Hochdosis-Anwendungen:
5
Von (Jahr):
1985
Bis (Jahr):
2013
War die Anwendung hilfreich:
Teilweise hilfreich, besonders bei Sehnerventzündung.

Therapien

Teilnahme an Pharmatherapien:
Nein
Präparat 1:
Beginn der Therapie 1:
Ende der Therapie 1:
Präparat 2:
Beginn der Therapie 2:
Ende der Therapie 2:
Präparat 3:
Beginn der Therapie 3:
Ende der Therapie 3:
War die Pharmatherapie hilfreich:
Supplemente:
  • Vitamin B-Komplex
  • Zink
  • Magnesium
  • Selen
Sonstige/Andere:
Hormone, leichte Antidepressiva (auch wegen Schmerzen), Enzyme, Vesikur.

Anmerkungen von K.P.

Ursache meiner MS:
Ich sehe einige psychische Ursachen im Zusammenhang mit meiner Kindheitsgeschichte, sekundärer Krankheitsgewinn, Überforderung, zu hohe innere Ansprüche, Schwierigkeiten mit Abgrenzung.
Was hilft:
Förderung der Selbstheilungskräfte, eine gute Arzt-Beziehung auf Augenhöhe, ein positiver Umgang, soweit möglich, mit der MS, Zu hohe Belastbarkeiten vermeiden, Klavierspielen etc.
Was hilft nicht:
Die MS verdrängen, sich zu hohen Belastungen aussetzen, sich nur auf die Medikamente und Ärzte zu verlassen, in Rente zu gehen, wenn man eigentlich noch reduziert arbeiten könnte, nur das Schreckensbild der MS zu sehen ...
Empfehlung:
Falls nötig, sich möglichst viel Unterstützung zu holen, ärztliche und evtl. auch psychologische, offen mit der Krankheit umgehen und wenn möglich auch den Optimismus nicht zu verlieren!