Bericht von N.G.

28.03.2015 - 00:36

Stammdaten

Ort:
Bundesland:
Berlin
Jahrgang:
1962
Geschlecht

Erkrankung

Erstmanifestation:
1980
Jahr der Diagnose:
1985
EDSS (Tiefpunkt):
EDSS (28.03.2015):
0
Beschreibung des Verlaufs:
In den ersten Jahren ca. 2 Schübe pro Jahr mit Einschränkungen beim Laufen, Gefühllosigkeit und Missempfindungen, teilweise starke Schmerzen (Neuralgien), später beginnende Lähmung der Beine, Müdigkeit, Schwäche. Anfang der 80-er Jahre noch Kortisonbehandlungen in Tablettenform, keine Verbesserung dadurch, viele Nebenwirkungen. Zwischenzeitlich gute Remission, bei körperlicher und/oder emotionaler Belastung jedoch drastisches Wiederauftauchen aller Symptome. Nach einigen ernüchternden Jahren Entschluss, keine medikamentöse Therapie mehr in Anspruch zu nehmen. Unter klassisch homöopathischer Behandlung deutliche Besserung und Stabilisierung bei kompletter Schubfreiheit. Zusätzlich "Aufräumen" in meinem Leben, Berufswechsel, Auflösen belastender Beziehungen zu Familienmitgliedern und Neuorientierung im Freundeskreis. Im weiteren Verlauf vollständige Rückbildung aller Restsymptome, seit Mitte der 90-er Jahre keinerlei neurologische Beschwerden mehr. Belastbar, völlig gesund.
Begleiterkrankungen:

Kortison

Kortison-Anwendungen:
Ja
Anzahl der Hochdosis-Anwendungen:
0
Von (Jahr):
Bis (Jahr):
War die Anwendung hilfreich:
Ich hatte im Schub mehrere Kortisontherapien in Tablettenform, die Hochdosis-Therapie war Anfang der 80-er Jahre noch nicht etabliert. Einen kurativen Effekt konnte ich nicht feststellen, ich litt unter vielen Nebenwirkungen.

Therapien

Teilnahme an Pharmatherapien:
Nein
Präparat 1:
Beginn der Therapie 1:
Ende der Therapie 1:
Präparat 2:
Beginn der Therapie 2:
Ende der Therapie 2:
Präparat 3:
Beginn der Therapie 3:
Ende der Therapie 3:
War die Pharmatherapie hilfreich:
Supplemente:
Sonstige/Andere:

Anmerkungen von N.G.

Ursache meiner MS:
Ob es die Ursache war, kann ich nicht sagen, aber es hat den Ausbruch der MS getriggert: Zu viel Arbeit unter Zeitdruck, Konflikte innerhalb der Familie (Eltern, Geschwister), zu wenig Selbstbestimmung.
Was hilft:
Klassische Homöopathie, Entspannung, gute Freunde, gute Gespräche, erfüllende Arbeit, Bewegung allgemein (evtl. Physiotherapie), Tanzen, Kreativität, Natur, Meditation, Akupunktur, erholsamer, ungestörter Schlaf, Selbstbestimmtheit, gesunde Ernährung (keine bestimmte Diät), selbst kochen mit möglichst frischen, naturbelassenen Zutaten, Vertrauen in die eigenen Reparaturmechanismen und Selbstheilungskräftedes Organismus.
Was hilft nicht:
Medikamente, Verharren in ungünstigen Lebenssituationen, Unterdrücken von akuten Infekten, vor allem von Fieber, Angst.
Empfehlung:
Gute und umfassende Information! Keine Eile bei der Therapie-Entscheidung gleich nach der Diagnose! Der Druck, der häufig von Neurologen ausgeübt wird, ist angesichts der ernüchternden Studienergebnisse sämtlicher Immuntherapien bei MS (UKE Hamburg) nicht gerechtfertigt. Den eigenen Krankheitsverlauf erst mal beobachten und kennenlernen (außer in extremen Krankheitssituationen), selbst herausfinden, was einem gut tut und was nicht. Die eigene Lebensweise zu hinterfragen und ggf. anzupassen, kann schon viel ändern. Profan erscheinende Dinge wie gesunde Ernährung, Bewegung an frischer Luft, ein stabiles soziales Netz etc. können sehr große Effekte erzielen. Nicht alles meiden, wovor Neurologen häufig warnen (Sauna und Sonne z. B. ausprobieren), synthetisch hergestellte Vitamine meiden (außer evtl. Vit. D), Information über individuelle Therapiemethoden, eigenverantwortlich und selbstbestimmt entscheiden, bei Rückschlägen nicht gleich aufgeben.