Sonne ist mehr als Vitamin D

Serotonin, Melatonin und Co.

Die Sonne nimmt aber auch noch anderen Stoffwechselprozessen ein zentralen Einfluss. Erwähnenswert ist die Triggerung der Bildung von Serotonin (auch Glückshormon genannt) im Gehirn. Serotonin hat dabei nicht nur einen entscheidenden Einfluss bei Depressionen, sondern stimuliert auch die Bildung neuer Nervenzellen im Gehirn. Auf gleicher Ebene muss das Wechselspiel zwischen Melatonin und Serotonin betrachtet werden. Eine kontinuierliche Sonneneinstrahlung reduziert die Melatoninbildung in der Zirbeldrüse die damit den Schlaf/Wach-Rhythmus steuert. Dies wiederherum kann eine TH1-Zellen induzierte Autoimmunreaktion unterdrücken [van der Mei 2001]. Zudem zeigte eine holländische Studie, dass Depressionen bei MS invers mit der Dauer der Sonneneinstrahlung korreliert sind. Vitamin D aber kaum einen Einfluss hat [Knippenberg 2013]. Ein weiterer Punkt ist die bisher noch wenig untersuchte Bildung von Urocanic Säure, die ebenfalls unter dem Einfluss von UV-Strahlung in der Epidermis aus Histidin (nicht essentielle Aminosäure) gebildet wird. Auch Urocanic Säure hat einen direkten Einfluss auf die Bildung von T-Zellen und protektive immunmodulierende Eigenschaften [Correale 2013].

Version: Life-SMS 21.05.2014