Vitamin D & MS Behandlung

Die gezielte Therapie der Erkrankung mit Vitamin D wird schon länger diskutiert [Smolders 2012]. Basis für diese Überlegungen ist eine klinische Studie, in der Patienten mit Multipler Sklerose im klinischen Schub für einen Zeitraum von 28 Wochen Vitamin D in hohen Dosen verabreicht bekamen. Die tägliche Zufuhr lag zwischen 4.000 und 40.000 IE Vitamin D [Kimball SM 2007].

Die Behandlung wurde ohne Komplikationen und Beschwerden bei den Behandelten durchgeführt und dokumentiert die große therapeutischen Breite des Anwendungsbereichs und damit die Sicherheit einer Vitamin D-Therapie. Während sich der klinische Verlauf der Erkrankung kurzfristig nicht änderte, ging die Anzahl der im Gehirn nachweisbaren Herde unter der Therapie auf die Hälfte zurück! In einer anderen Arbeit konnte gezeigt werden, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Schub um 12 Prozent abnahm, wenn der Vitamin D-Spiegel im Serum um jeweils 10nmol/l zunahm [Simpson 2010].

Sicherlich ist heute nicht alles über den Einfluss des Vitamin D bei MS bekannt. Allerdings ist es evident, dass der Beachtung des Vitamin D-Spiegels in der Behandlung eine entscheidende Rolle zukommt. Es bleiben Chancen ungenutzt und es werden unnötige Risiken eingegangen, wenn nicht schon heute der Messung und Optimierung des Vitamin D-Spiegels in der MS-Behandlung Priorität eingeräumt wird (Pierrot-D. 2013).

Ferner ist zu bedenken, dass der Einfluss von Vitamin D auf unseren Körper weit über die Bedeutung für das Krankheitsbild der aus Multiple Sklerose hinausgeht. Dies wiederum hat eine besondere Relevanz für das Auftreten der bekannten Begleiterkrankungen der multiplen Sklerose,  wie Bluthochdruck, Depression, Fettstoffwechselstörungen und Migräne (Horton 2010).

Und letztlich ist die Behandlung mit Interferon-β und Tysabri® bei zu niedrigem Vitamin D-Spiegel mit einem hohen Risiko verbunden.


Version: Life-SMS 21.05.2014

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