Myrrhinil

Mit der Myrrhe sind wir mal wieder im Wald beziehungsweise im Baum, denn Myrrhe ist getrocknetes Harz (der Baum heißt Commiphora molmol, falls jemand das wissen will). Die antientzündliche Wirkung von Myrrhe ist seit ein paar Jahrtausenden erprobt, wer’s nicht glaubt, schlägt’s bei Maria Treben nach. (Gesundheit aus der Apotheke Gottes: Ratschläge und Erfahrungen mit Heilkräutern).

Kamillenblüten und Kamillenöl kennen Sie als Entzündungshemmer und Krampflöser, und Kaffeekohle, hergestellt durch Rösten und Vermahlen der getrockneten grünen Kaffeefrüchte, wirkt absorbierend und adstringierend auf die Darmschleimhaut, vulgo: bindet Schadstoffe, gefälligst sogar Ammoniak. Den gleichen Effekt kann man möglicherweise auch mit sündhaft teuren Vulkanaschen oder Heilerden erreichen, aber ich bevorzuge aus Erfahrung Kaffeekohle. Beziehungsweise die Kombination der drei oben genannten Substanzen in Form von Dragees. Sollten Sie ein besseres Präparat finden als das von mir verwendete Myrrhinil, geben Sie mir bitte einen Hinweis.

 

© SB/lsms/Ludwig Verlag, München 2015, 04/2015